Torsten Schweiger freut sich auf Berlin

 Die Stimmung war gelöst und löste sich mit zunehmenden Auszählungen immer mehr. Denn am Ende stand fest: Torsten Schweiger (CDU) zieht als Direktkandidat in den Bundestag nach Berlin ein (/landkreismansfeld-
suedharz/wahlkreis-74-mansfeld-cdu-kandidat-torsten-schweiger-holt-direktmandat-28478726) und holt wenige Prozentpunkte mehr als Uwe Scheidemann von der Alternative für Deutschland (AfD). Schweiger
bekam 31 Prozent der Stimmen, Scheidemann 23,9 Prozent.

Die Stimmung war gelöst und löste sich mit zunehmenden Auszählungen immer mehr. Denn am Ende stand fest: Torsten Schweiger (CDU) zieht als Direktkandidat in den Bundestag nach Berlin ein (/landkreismansfeld-

suedharz/wahlkreis-74-mansfeld-cdu-kandidat-torsten-schweiger-holt-direktmandat-28478726) und holt wenige Prozentpunkte mehr als Uwe Scheidemann von der Alternative für Deutschland (AfD). Schweiger
bekam 31 Prozent der Stimmen, Scheidemann 23,9 Prozent. Drittstärkster Kandidat wurde Alexander Sorge von den Linken, die gegenüber der letzten Bundestagswahl 2013 starke Verluste hinnehmen mussten. Katrin Budde (SPD) landete auf dem vierten Platz. Andreas Silbersack (FDP) und Katharina Schultheis (Grüne) kamen deutlich im einstelligen Bereich an.

Torsten Schweiger: „Ich bin froh, im Bundestrend zu liegen“
 
„Ich bin froh, im Bundestrend zu liegen“, sagte Torsten Schweiger. „Aber das Ergebnis der AfD ist viel zu hoch.“ Natürlich sei die Anspannung hoch gewesen, gab er zu. „Ich habe beim Umzug meiner Tochter geholfen und
gewerkelt und mich abgelenkt“, sagte ein sichtlich erleichterter Schweiger. Er tritt nun die Nachfolge von Uda Heller an, die nicht noch einmal zur Wahl angetreten war.

„Ich freue mich riesig auf Berlin“, sagte der Sangerhäuser.
 
„Auch wenn es dort fast nahtlos weitergeht. Die erste Sitzung ist für Dienstag angesetzt.“ Stolz sei er auf seinen Wahlkampf. „Wir haben einen offenen und ehrlichen Wahlkampf geführt und das war nicht immer leicht“, bilanzierte der CDU-Mann. „Ich habe manchmal eine differenziertere Meinung als die Bundeskanzlerin vertreten“, so Schweiger und nannte die Flüchtlingspolitik als Beispiel.

Auch bei den Zweitstimmen im Wahlkreis Mansfeld liegt die CDU vor der AfD

Auch bei den Zweitstimmen im Wahlkreis lag die CDU mit 28,8 Prozent vor der AfD (23,9 Prozent), verlor aber verpatzten Landtagswahl 2016. „Allerdings ein wenig mehr hätte es schon sein können“, ergänzte sie. Ganz
erfolglos war der Abend für die Magdeburgerin dann doch nicht.

Linken-Kandidat Alexander Sorge: Unser Verlust war leider erwartbar
 
„Auch wenn ich doch den Einzug in den Bundestag schaffen sollte, bleibt mir die Freude darüber im Halse stecken.“ Budde stand auf Platz zwei der Landesliste - was aller Voraussicht nach für den Einzug in den Bundestag reicht. Für Linken-Kandidat Alexander Sorge erfüllt sich dieser Wunsch nicht. „Ich bin aber nicht enttäuscht, wir haben einen guten Wahlkampf gezeigt“, sagte er. „Unser Verlust war leider erwartbar und wir haben mit diesem
Ergebnis doch gezeigt, dass wir da sind.“

FDP-Kandidat Andreas Silbersack hätte sich zweistelliges Ergebnis gewünscht
 
Dieses Gefühl herrscht bei der FDP ebenfalls vor. „Hier ist die Stimmung bestens, angesichts der Ergebnisse im Bund“, sagte Direktwahlkandidat Andreas Silbersack. Zusammen mit den Kandidaten aus den Wahlkreisen 72
und 73 versammelte er sich in Halle im Brauhaus. „Als das Ergebnis im Bund auftauchte, hat die Hütte gebrannt“, sagte er. Er selbst sei nicht hundertprozentig mit seinem Resultat zufrieden, räumte er ein. „Ich muss zugeben, dass ich schon mit einem zweistelligen Ergebnis geliebäugelt hatte. Aber ich nehme es sportlich und als Ansporn“, sagte der 49-Jährige, der auf 8,1 Prozent kam.

Mansfeld-Südharz' Landrätin ist „erschreckt“ vom guten Abschneiden der AfD

Der Landrätin des Landkreises Mansfeld-Südharz, Angelika Klein (Die Linke), macht vor allem das Abschneiden der AfD Sorgen. „Das erschreckt mich wirklich“, sagte sie. „Es ist meiner Meinung nach eine menschenverachtende Partei und ich weiß nicht, was deren Einzug in den Bundestag für Auswirkungen hat.“ Mit dem Ergebnis „ihrer“ Linken zeigte sie sich zufrieden. „Das Ergebnis der SPD bedauere ich ehrlich gesagt“, fügte sie an. (mz)

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