Kandidaten im Gespräch

Torsten Schweiger (CDU) - Wirtschaftskraft vor Ort stärken

Der Christdemokrat Torsten Schweiger (Jahrgang 1968) ist in der Region
kein Unbekannter und will nun ganz neu in den Bundestag einziehen. Beate Thomashausen sprach mit dem Sangerhäuser, der ein starker Fürsprecher der Region in Berlin sein möchte.

Eisleben/Hettstedt/Sangerhausen -

Der Christdemokrat Torsten Schweiger (Jahrgang 1968) ist in der Region kein Unbekannter und will nun ganz neu in den Bundestag einziehen. Beate Thomashausen sprach mit dem Sangerhäuser, der ein starker Fürsprecher der Region in Berlin sein möchte.

Herr Schweiger, die heiße Phase des Wahlkampfs hat begonnen. Sind Sie aufgeregt?
Torsten Schweiger: Ja schon, die Wahlkampfzeit ist sehr spannend und es geht ja auch um was. Man möchte ja auch gewinnen, wenn man antritt.

Warum stellen Sie sich zur Wahl?
Schweiger: Ich kenne aus 20 Jahren Berufserfahrung und 20 Jahren Kommunalpolitik die Sorgen und Nöte der Menschen hier. Ich weiß genau, wo die Säge klemmt und was die Menschen bewegt. Ich möchte unsere Region in Berlin vertreten und sie fördern. Ich sehe mich als Kandidat der Region. Das sind meine Gründe, weshalb ich mich zur Wahl stelle.

Sie setzen im Wahlkampf auch auf neue Medien wie Facebook und Twitter. Sind Sie generell medienaffin?
Schweiger: So würde ich das nicht bezeichnen. Aber ich möchte natürlich viele Menschen erreichen. Und da muss ich dorthin gehen, wo die Wähler unterwegs sind. Das ist zum Beispiel bei Facebook möglich. Dort erhält man auch direkt ein Feedback. Was macht Sie zuversichtlich, bei den Wählern in der Region zu punkten?

Schweiger: Weil ich von hier komme, hier wohne und ich der Region eine Stimme in Berlin geben will. Auch weil ich glaube und hoffe, dass der Wähler erkennt, was die CDU in den letzten Jahren bewegt hat. Wenn ich nur mal das Beispiel nenne, dass seit 2005 die Arbeitslosenzahl von 5,2 Millionen Menschen auf 2,5 Millionen reduziert wurde. Und auch die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist auf fünf Prozent zurückgegangen. Das ist Spitze in der Europäischen Union. Und tatsächlich ist dieser positive Trend auch in Mansfeld-Südharz nachvollziehbar.

Welche regionalen Themen wollen Sie mit nach Berlin nehmen?
Schweiger: Die Wirtschaftskraft in der Region zu stärken, ist mir wichtig. Wir liegen noch immer bei 75 Prozent des Bundesdurchschnitts. Das muss meines Erachtens geändert werden. Strukturschwache Regionen müssen in den Fokus genommen werden. Wenn hier Arbeitsplätze entstehen und die Menschen wieder selber Einkommen haben, lösen sich weitere Probleme.

Haben Sie da schon eine Idee, wie das zu machen wäre?
Schweiger: Ich denke an regionalisierte Fördersätze. Man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Schon auf kleinem Raum gibt es Unterschiede. Eisleben braucht etwas anderes als Sangerhausen. Und im Saalekreis sieht es schon wieder ganz anders aus.

Welche bundespolitischen Themen müssen Ihrer Meinung nach schnell angepackt werden?
Schweiger: Innere Sicherheit ist ein Schwerpunkt für mich. 2015 im Herbst hatten wir eine besondere Situation und damals war es die richtige Entscheidung, die Flüchtlinge bei uns aufzunehmen. Wir konnten die Leute doch nicht am Zaun verrecken lassen, das sind wir schon dem „C“ in unserem Parteinamen schuldig. Aber wir wollen auch entscheiden, wer kommt, wer bleiben darf und wer wieder gehen muss – und das ohne Wenn und Aber. Ich denke, die Kommunen und Vereine haben schon Grenzen, bis zu denen Integration gut gelingen kann. Ich stelle mir vor, dass Deutschland ein Einwanderungsgesetz beschließt.

Haben Sie noch ein Thema, das Ihnen am Herzen liegt?
Schweiger: Als Sangerhäuser sage ich, dass die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes dran ist. Hamster, Wolf und Kranich sind wichtig, aber die Menschen sind mir wichtiger - das muss einmal klargestellt werden. Artenschutz darf wirtschaftliche Ansiedlung nicht länger ausbremsen!

Die Kanzlerin hat jetzt die CDU in Sachsen-Anhalt für die Zusammenarbeit mit der AfD bei einem Beschluss im Landtag gerügt. Wie sehen Sie das?
Schweiger: Da bin ich ganz bei der Kanzlerin. Eine Kooperation mit der AfD kann ich mir nicht vorstellen. Dafür gibt es meine Stimme nicht.

Was ist Ihre Wunschkoalition?
Schweiger: Schwarz-Gelb. Die Schnittmengen zwischen CDU und FDP sind am größten und würden uns am meisten voranbringen. Auch die Linke schließe ich als Koalitionspartner aus. Auch sie befindet sich wie die AfD am Rand der Gesellschaft.

Welche Schlagzeile möchten Sie am liebsten über sich lesen?
Schweiger:(lacht) Torsten Schweiger gewinnt das Direktmandat und darf unsere Region in Berlin vertreten.

Und falls Sie nicht gewählt werden, dann ...
Schweiger: ...dann würde ich gerne weiter für die Region arbeiten und versuchen, insbesondere den Industriepark Mitteldeutschland nach vorne zu bringen. (mz)

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